Der TCS-Jugendausschuss als Institution ist keine von besonders hellen TCS-Köpfen ausgehirnte, geniale Erfindung. In vielen Clubs, und insbesondere in denen, die eine engagierte Jugendarbeit betreiben, ist ein solcher „Jugendvorstand“ anzutreffen. 2006 hat unsere Jugendleitung von solchen Vereinen abgekupfert und selbst ein solches Gremium ins Leben gerufen. Mit dem Jugendausschuss verfolgte man mehrere langfristige Konzepte: Erstens sollte die Jugendarbeit durch ein Team von in Ämtchen gebundenen Helfern vom Engagement Einzelner unabhängiger werden, damit auch bei einem personellen Abgang das Jugendarbeits-Gebilde nicht in sich zusammenklappen würde. Zweitens wollte man innerhalb der Jugendleitung künftig mehr auf die Mitarbeit von Eltern setzen, die durch ihre Kinder einen größeren Bezug zur Jugend und damit mehr natives Interesse an einer intakten Nachwuchsarbeit haben. Überhaupt wollte man auch dem Werben von Eltern als TCS-Mitglieder mehr Priorität einräumen, da die Verweildauer der Kinder im Verein erfahrungsgemäß länger ist, wenn deren Tennis-Dasein durch selbst aktive Eltern oder Elternteile unterstützt wird. Drittens sollte über die Jugendsprecher, die selbst noch nicht volljährig waren, ehrenamtlicher Nachwuchs herangezüchtet und die Stimme der Jugend im Verein verstärkt werden.

 

Last but not least sollte ein über seinen Job auf dem Tennisplatz hinaus engagierter Trainer in den Jugendausschuss eingebunden werden und mit seiner Sachkompetenz bzw. Erfahrung die Jugendarbeit qualitativ aufwerten. Diese Blaupause für die Jugendarbeit, die man als Politiker wohl als „Nachwuchs-
Agenda 2010“ bezeichnen würde, ist je nach Selbstbewusstheitsgrad der Formulierung entweder im wesentlichen voll aufgegangen oder auch nicht mehr schief gegangen als die echte Agenda 2010, wobei erstere Umschreibung des Pudels Kern eher trifft. Der Jugendausschuss hat sich nämlich seit 2006 mehr als bewährt und wurde für seine tolle Jugendarbeit mehrfach vom WTB ausgezeichnet.
Das Gütesiegel „Made by TCS-Jugendarbeit“ steht für Qualität und Qualität ist das Produkt harter Arbeit. Jedes Jugendausschuss-Mitglied leistet pro Jahr einen vielstündigen Arbeitsaufwand, um für unseren Nachwuchs ein attraktives Programm in- und außerhalb des Tennisplatzes zusammen zu stellen. Dies fängt bei Mannschaftsführer-Tätigkeiten an und hört bei der Organisation von Turnieren, Festen und Ausflügen noch lange nicht auf. Großveranstaltungen wie Sommerfest und Clubmeisterschaften mit Rahmenprogramm erfordern neben anpackenden Händen auch einiges an Planung. In regelmäßigen Jugendausschuss-Sitzungen werden kommende Veranstaltungen im Jugendbereich besprochen und neue Ideen ausgetauscht. Da die Zahl der Jugendaktivitäten nach wie vor sehr hoch ist, geht auf solchen Besprechungen der Gesprächsstoff nur selten aus.
Es bleibt zu hoffen, dass der Jugendausschuss auch in Zukunft seinem Credo „Worte sind super, Taten
noch besser“ treu bleibt und das TCS-Flaggschiff Jugendarbeit auch weiterhin so gekonnt auf Kurs hält wie
bisher.